Pro oder Contra bei Wehrpflicht und Co.?

Einsatz für Österreich – Verein zur Beibehaltung von Wehrpflicht, Zivildienst und Katastrophenschutz

Der Vereinsname klingt ja ganz stilsicher und genau definiert. Wer steckt aber hinter dem “überparteilichen Anliegen” und warum hat diese Onlinepetition bereits mehr als 11000 Unterzeichnende gefunden?

Nicht lange drum herum reden:

Der Obmann des Vereins ist Dr. Veit Sorger, ehem. Präsident der Industriellenvereinigung, der im Juli 2011 von der österreichischen Bundesregierung zum neuen Mitglied des Universitätsrats der Technischen Universität Wien bestellt wurde. Sein Anliegen ist demnach ein wirtschaftliches.

Stellvertretend steht ihm als Dr. der Handelswissenschaften Claus Josef Raidl zur Seite, ein klassischer Manager wie er im Buche steht; Österreichische Industrieholding AG, VOEST-Alpine, Austrian Industries, Böhler-Uddeholm AG, Wiener Börse, Donau Versicherung und weitere… 2001 bis 2006 war er Präsident des Österreichischen Fachhochschulrates (FHR) und seit 2012 auch Vizepräsident des Europäischen Forums Alpbach. Seit langen ist Raidl schon”Urmitglied” der katholisch österreichischen Studentenverbindung “Norika” zu Waidhofen an der Ybbs im MKV, als auch in der katholisch akademischen Verbindung Bajuvaria Wien, im Cartellverband ÖCV. In der Vergangenheit war er bereits mehrmals als Wirtschaftsminister für die ÖVP im Gespräch. Also auch dieser Herr bringt finanzielle Interessen und ein wenig mit.

Ebenfalls stellvertretend ist Mag. Erwin Hamerseder Mitglied des Vereins. Seine militärische Laufbahn von 1975 bis 1987 brachte ihm den Rang eines Offiziers ein und mit 2006 wurde er zum Brigadier ernannt. Er kann sich Generaldirektor der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien nennen und ist seit 2007 auch noch Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG. Er gibt ebenfalls in seinem Lebenslauf viele weitere “Aufsichtsratsmandate und andere wesentliche Funktionen” an, wie Vorstizender-Stellvertreter der Strabag SE oder Mitglied des Aufsichtsrats der Flughafen Wien AG und Vorsitzender der Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag GmbH zu sein. Also auch hier ein Partner mit einer hohen Affinität zu Finanzen.

Weil ein Verein nicht genügend Obmänner haben kann, kommt noch ein weiterer dazu. Michael Krammer, Geschäftsführer des Mobilfunkanbieters Orange, der von 1983 bis 1990 beim Österreichischen Bundesheeres war und so Offizier geworden ist.

Und zum Schluss ist noch der Geschäftsführer des Vereins zu nennen, Dominik Thauerböck, Landesobfrau-Stellvertreter in der Jungen Ober-Österreichsichen Volkspartei (JVP). Viel mehr gibt es über ihn noch nicht zu sagen…

(Foto:JVP, Dominik Thauerböck ganz rechts)

Also natürlich sagt einem das nun gar nichts über die Interessen des Vereins zur Erhaltung der Wehrpflicht, des Zivildienstes und des Katastrophenschutzes, auch die detailierte Nennung der Haupt-Protagonisten im Verein muss nicht viel bedeuten. Im großen und ganzen kann man sie sogar als eine bunte Truppe bezeichnen. Aber mich erinnert es an das Gegenteil von Superhelden.

Industrielle, Banker, Millitärs und ein Jungpolitiker machen Werbung für den Erhalt der Wehrpflicht.

Und wie? Mit klugen Sprüchen auf der Startseite:

Weil ohne den Wehrdienst, auch die Tür zum Leistungssport zu ist.

Maria Feichtinger-Kos
[Industriekauffrau]

oder mit “100 gute Gründe für die Wehrpflicht”:

#87

Mehr als 20 Jahre lang haben Generationen von Grundwehrdienern unsere Grenzen geschützt!

Autsch, dass sind natürlich nur Auszüge, wer mehr lesen will der muss leider auf www.einsatz-fuer-oesterreich.at klicken und sich selbst ein Bild machen.
Ich weiß wie ich am 20. Jänner stimmen werde, aber die die es noch nicht wissen, denen lege ich noch zwei Sprüche nahe ;) karl_peterlikeinsatz_für_österreich_facebook

Quellen:

Oh shit, das Jahr ist schon rum…

Ein Jahr geht zu Ende und ich darf euch meine Jahresstatistik präsentieren. 2013 wirds wieder reichlich Content geben und ich darf euch schon zwei Sachen ankündigen:

Eine ausführliche Doku über die Castella GmbH und über das Refugee Camp in Wien.

Also auf ein frohes und erfolgreiches 2013 ohne FPÖ und Co.

Hier ist ein Auszug:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 2.900 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 5 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Flüchtlinge in der Votivkirche

Seit Tagen beherbergt die Wiener Votivkirche verfolgte und hilfesuchende Flüchtlinge. Das Refugee Camp welches sich lange Zeit vor der Kirche im Sigmund-Freud-Park niederlies, nachdem ein 25km langer Protestmarsch aus Traiskirchen bewältigt wurde, hat sich somit in die Kirche verlagert und um Schutz gebeten. Seit 18. Dezember sind die Refugees nun in der Kirche und wurden gleich zu Beginn als ein Problem angesehen. Der Pfarrer drohte gleich am ersten Tag in einer OTS-Aussedung der katholischen Kirche, mit einer Räumung, wenn diese nicht bis 18 Uhr verlassen wird. Daraufhin haben sich viele solidarische Menschen im Neugotikbau eingefunden, um ein gewaltvolles Eingreifen der Polizei zu verhindern.

Nachdem sich rund 150 Personen in und um die Kirche eingefunden hatten (darunter auch zahlreiche Journalistinnen) kam es zu einer ersten Gesprächsbereitschaft. Diese ging aber nicht von Pfarrer Joseph Faruggia, sondern von der Caritas aus. Diese versuchte zunächst in einer offenen Runde die Wogen zu glätten, damit nicht gleich der Eindruck erweckt wird, man habe kein Verständnis für die Geflüchteten. Da sich aber viele Stimmen zu diesem Thema äußern wollten, zog sich der Trupp der Caritas, Pfarrer Faruggia und wenige auserwählte Flüchtlinge und ihre Unsterstützerinnen zu einer stundenlangen und durchaus geheimen Verhandlungsrunde hinter der Sakristei zurück.

Nach 3 Stunden wurde dann vor den Wartenden groß verkündet, die Kirche würde die Flüchtlinge nun doch nicht vertreiben und man sei zu Gesprächen bereit. Diese könne man aber nicht so schnell klären und es Bedarf mehr Zeit. Die Zeit wurde auch gefunden, immerhin verging seitdem eine Woche. Trotzdem wurde das Thema nicht auf Eis gelegt, dass ist auch gut so.

Heute, am ersten Weihnachtsfeiertag, kam am späten Nachmittag über die Homepage des Refugee Camps folgende Meldung ins Netz:

“25.12., 18:30 Uhr:
Die Votivkirche wurde gerade vom Pfarrer gesperrt. Niemand darf die Kirche mehr betreten, die Kirche darf nur noch verlassen werden. Der Pfarrer verlangt Namenslisten, um den Eintritt zu kontrollieren. UnterstützerInnen dürfen die Kirche nicht mehr betreten.

Gleichzeitig befinden sich die Refugees in der Kirche weiterhin im Hungerstreik. Nun allerdings ohne Zugang zu Wasser und zu Toiletten. Auch der Strom für einen Elektroofen in der eiskalten Kirche wurde vom Pfarrer verweigert bzw. abgedreht.

Bitte kommt zahlreich zur Kirche und leitet diese Nachricht an Bekannte weiter! Leider gibt es nicht einmal zu Weihnachten eine kleine Atempause für die protestierenden Flüchtlinge in deren sowieso schon schwierigen Situation!”

Verständlicherweise besorgt, kamen einige um sich dies anzusehen, doch als auch ich dort ankam war die Situation nicht ganz klar.

Daniel Hrncir

Daniel Hrncir

Zunächst wurde mir erklärt, es sei alles halb so wild und ich könne ruhig wieder nach Hause fahren, die Flüchtlinge seien müde (befinden sich nun seit Tagen im Hungerstreik) und es sei mit dem Pfarrer und der Caritas wieder alles geklärt. Ich kann es als Skeptiker nicht lassen und frage weiter nach. Aber mir werden von einer Unterstützerin immer wieder die selben Antworten geliefert und so wende ich mich einfach an die nächste Person. Diese ist auch eine Unterstützerin der Flüchtlinge und berichtet mir ganz anders: “Der Pfarrer hat uns ausgesperrt und erst vor kurzem durften einige wenige wieder hinein.” Stark verwundert über diese ganz andere Aussage möchte ich wissen ob es nun Verhandlungen gibt und ob man weiter an einer Lösung arbeite. Schweigen, dann aber doch eine Antwort: “Die Caritas hat uns gesagt, wenn weiterhin Menschen hier ein und aus gehen, dann wird die Polizei gerufen.”

Ok, das habe ich in der Weihnachtszeit echt nicht erwartet und so frage ich auch eine dritte Person, wie nun die Lage sei und bekomme fast die identen Antworten: “Das sind keine Verhandlungen, die Caritas hällt uns hin und der Pfarrer will uns am liebsten gleich rauswerfen.”

Nun stand ich da, verwirrt und ging wieder näher an den Eingang zurück und sprach mit den Unterstützerinnen am Eingang, welche gerade in ein Gespräch verwickelt waren als jemand die Kirche betreten wollte. Auch er wurde gebeten draußen zu bleiben und schnell wurde klar; die Menschen die an der Türe stehen wollen gar niemanden am Betreten hindern, doch die Caritas drohte: “Wenn das nicht aufhört, dann rufen sie die Polizei.”

Diese fand sich auch kurz nach diesen Worten, mit einem Streifenwagen vor der Kirche ein und fuhr nach 5 Minuten wieder davon. Wird wohl ein Zufall gewesen sein…

Daniel Hrncir

Daniel Hrncir

Also fuhr ich wieder heim und weiß nicht mehr als vor dem Aufruf des Refugee Camps, in dem um dringende Unterstützung gebeten wurde, außer dass ich ein Update auf der Homepage gefunden habe:

“25.12., 20.30 Uhr:
Die Situation hat sich in der Kirche durch das besonnene Verhalten von bemühten Leuten vor Ort – Refugees wie UnetrstützerInnen – mittlerweile wieder etwas entspannt.

UnterstützerInnen sind weiterhin dazu aufgerufen in den nächsten Tagen, während den Öffnungszeiten der Votivkirche, Solidaritätsbesuche zu machen und die Hungerstriekenden durch Gespräche und aufmunternde Worte zu unterstützen. Essen in die Kirche mitzubringen ist in der Situation gerade nicht sinnvoll, Wärmflaschen wären aber zum Beispiel sehr willkommen. Im Camp vor der Kirche sind Essensspenden aber nach wie vor sehr gerne gesehen.”

Ich bin mir sehr unsicher was ich von dem Ganzen nun halten soll, aber da sich angeblich nur noch 5 Flüchtlinge im Gotteshaus befinden, frage ich mich:
Wo sind die anderen hingekommen und wer kümemrt sich nun um sie?
Dürfen manche bleiben und andere nicht?
Und wer ist wirklich eine Untrstützerin und wer hat andere Interessen in dieser Sache?

Hoffentlich vergisst in den ganzen Unstimmigkeiten, niemand auf die Refugees und ihre Anliegen, denn ich habe Angst dass es in der Votivkirche bald keine mehr geben wird und wo sie sind ist unklar.

Streitet nicht am Rücken der Flüchtlinge!
Helft den Refugees wo sie es auch brauchen!
No Border, No Nation, Stop Deportation!

Quellen:
https://refugeecampvienna.noblogs.org/post/2012/12/25/situation-in-votivkirche-spitzt-sich-ausgerechnet-am-christtag-zu/
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20121218_OTS0201/wien-protestierende-fluechtlinge-besetzen-votivkirche
http://www.erzdioezese-wien.at/content/news/articles/2011/07/15/a26300

Richtigstellung von: Anti-Abschiebungs-Demo auf Rossauer Lände: Angeblich Polizeigewalt

Wie vienna.at am 6.12.2012 berichtete, fand am Mittwoch eine Massenabschiebung vom PAZ Roßauerlände zum Flughafen statt. Es sollten 6 Asylwerber nach Nigeria abgeschoben werden. Bis dahin stimmen die Tatsachen ja auch. Allerdings unterscheiden sich meine Erlebnisse doch deutlich von den Äußerungen der Polizeipressestelle in diesem Artikel.

Zunächst waren gegen 18:45 Uhr ca. 20 Personen vor dem PAZ aufzufinden, welche ruhig abgewartet haben. Um 19:02 Uhr fand dann der erste Transport statt. Ein Schubhäftling wurde in einem Polizeitransporter auf die Roßauerlände gebracht. Dies versuchten einige beherzte Menschen zu verhindern indem sie sich auf der Straße vor das Fahrzeug stellten. Zu diesem Zeitpunkt waren allerdings schon 10 – 15 Mannschaftsbusse der Polizei vor Ort und hindert die Demonstrierenden mit Anwendung von Gewalt an ihrem Vorhaben. Man schubste sie, schleifte sie über die Straße und griff ordentlich zu (Bild 2). Als dann per Facebook, Twitter und SMS ein dringender Aufruf gestartet wurde, in dem man um Unterstützung beim Protest bat, kamen noch mehr Einsatzkräfte zum PAZ. Ca. 35 Busse postierten sich vor dem Gebäude und ungefähr 200 PolizistInnen umzingelten die Demonstrierenden. Diese waren weit von der Ausfahrt (ca. 100m) entfernt. Als dann um 19:48 alle PolizistInnen in voller Montur bereit standen, wurde die Roßauerlände für den Verkehr komplett gesperrt (die 30 Minuten davor gab es nur eine befahrbare Fahrbahn). Ein Konvoi aus 4 Gefangentransportern kam mit Sirene und Blaulicht heraus und wurde durch Einsatz von Gewalt eskortiert. Die mittlerweile auf 130 Demonstrierende angewachsene Menschenmenge, versuchte deshalb die Straße zu blockieren, um den Transport zu verhindern. Die Exekutive war aber in einer großen Anzahl vorhanden und so versuchte man den Weg frei zu machen. Da alleridngs niemand von den Anwesenden weichen wollte, setzten die Beamten jegliche zur Verfügung stehenden Mittel ein um die Schubhäftlinge durch zu schleusen. Schlagstöcke wurden geschwungen, Menschen über den Asphalt geschleift, umgestoßen und mit direkter körperlicher Gewalt am Demonstrieren gehindert. Sogar als die Menge bereits zur Seite gedrängt wurde, schlugen Beamte immer wieder in die Menge. Es waren unkontrollierte Szenen seitens der Polizei. Teils wüste Beschimpfungen von beiden Seiten. Zwischen 19:00 Uhr und 20:00 Uhr warteten die bereitgestellten Einsatzkräfte und wurden auch von der AUF (Aktionsgemeinschaft unabhängiger und Freiheitlicher) versorgt, Gelächter und Witze seitens der Polizei gab es die ganze Zeit über.

Also Fazit: Wenn der/die Pressesprecher behaupten, es gab keine Ausschreitungen, es kam zu keinen Verkehrsbehinderungen und die Aktion verlief im Großen und Ganzen friedlich, dann ist das ganz einfach eine Lüge.

Der Originalartikel: http://www.vienna.at/anti-abschiebungs-demo-auf-rossauer-laende-angeblich-polizeigewalt/3429537

Hier noch das Video dazu und ein paar Bilder, manche sind Schnappschüsse aus dem Video.

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Weitere Berichte:

Freies Medium Ottensheim: http://fm5ottensheim.blogspot.co.at/2012/12/wien-heftige-konfrontationen-vor-paz.html

Daniel Weber: http://www.flickr.com/photos/daniel-weber/sets/72157632181242452/

Akin: http://akinmagazin.wordpress.com/2012/12/06/paz-wien-wieder-abschiebung-durchgeprugelt/

Castella GmbH vs. Verein für die Nutzung leerstehender Räume

Mein Bericht der 2. Verhandlung; Castella GmbH gegen den Verein für die Nutzung leerstehender Räume, am 27.11.2012, Raum D im Bezirksgericht Leopoldstadt.

Zu Beginn wurden von der klagenden Partei (Castella GmbH) verschiedene schwarzweiß Ausdrucke von Fotos gezeigt welche das Ausmaß der Schäden am Haus und in der Umgebung zeigen sollen. Der Richter merkt an man müsse ihm nicht alles zeigen, er wisse welche Bilder das Objekt Mühlfeldgasse 12 zeigen und welche nicht, schließlich fährt er fast täglich vorbei. Manche der Bilder haben keinen direkten Zusammenhang mit der Verhandlung und so wird dieser Punkt beendet. Ob das Haus nun ein Präkariat darstellt konnte auch nicht klar gestellt werden. Ein solches würde entsehen wenn zwar keine Gegenleistung für die Nutzung des Hauses verlangt wird, aber im Zuge der Bewohnung Verbesserungen am und im Haus geschehene würden, durch die Mieterinnen.

So gibt Neri Alaev an er sei bereits seit langem von den Altmieterinnen des Hauses schikaniert worden. Sie haben ihm angeblich den Zutritt zum Objekt verweigert und sollen wichtigen Arbeiten im Haus im Weg gestanden sein. Zwar wurde bis vor wenigen Tagen kein Finger gerührt, aber der Kläger gibt es so an. Zu den “Punks”, also die neu dazu gekommen Mieterinnen des Hauses, kann er eines definitiv sagen: “Mit diesem Ausmaß haben wir nicht gerechnet”. Zweck der Zwischenmiete soll eine Filmproduktion gewesen sein, von welcher bis heute noch niemand etwas gehört hatte, weder die Mitglieder des Vereins noch sonst jemand. Allerdings geben die Kläger dies als den Hauptgrund für den Vertrag mit dem Verein an. Im Oktober 2011, also vor dem Vertrag mit dem Verein für die Nutzung leerstehender Räume, soll laut Alaev die Pizzeria, die Wohnungen und der Keller von einer Firma entrümpelt worden sein. Dem widersprechen allerdings alle Zeugen. Im November beim ersten Besichtigungstermin soll das Lokal im Erdgeschoß, die ehemalige Pizzeria Sorento, voll mit Gerümpel gewesen sein. Überall haben sich Sachen gestapelt, Möbelstücke standen “wild” herum, alte Spirituosen Flaschen, teils geöffnete,…

Entrümpellung sieht anders aus.

Nun zu den Glanzlichtern der heutigen Verhandlung. Der Vertrag der zwischen Castella GmbH und dem Verein geschlossen wurde ist eine besonders verzwickte Geschichte. Ein gewisser Dennis Möller (Müller) hat vor über einem Jahr diesen Vertrag mit den Mieterinnen aus gehandelt und auch unterzeichnet. Das Problem dabei: Weder Avner Motaev noch Neri Alaev wollen diese Person kennen. Sie wiederholen immer wieder dass nur sie beide die Castella GmbH vertreten und niemanden angestellt haben.

Aber wer hat dann für die Castella GmbH verhandelt? Weder Alaev noch Motaev waren bei der Erstbesichtigung dabei, noch waren sie Vertreter für ihre Firma bei den Verträgen. Dieser Dennis hatte auch die passenden Schlüsel zum Haus und kannte sich ja gut aus. Doch nun ist er verschwunden und die Eigentümer wollen ihn nicht kennen. Als der Name “King Pharao” fällt lächeln die beiden Kläger und lauschen mit stätigen Grinsen den Worten der Zeuginnen. Dieser soll nämlich neben Dennis Möller die symbolische Miete von 1,32€ eingesammelt haben und dass im Namen der Castella GmbH. Als man die Frage nach dem Zweck dieser Zwischenmiete für die Kläger fragt wird es interessant. Da es keinen finanziellen Nutzen gibt, was kann dann der Sinn hinter deren Aktion gewesen sein? Die Antwort kam prompt: “Wir wollten den Altmieterinnen ein Zeichen setzen.” Eine ehemalige Mieterin ist ja bereits ausgezogen, allerdings aufgrund einer Zahlung an sie, sagte Neri Alaev. Zudem habe man auch versucht mit den anderen Mieterinnen deren Verträge unbefristet sind ins Gespräch zu kommen, also ihnen andere Wohnungen in den eigenen Häusern anzubieten, oder mit Geldsummen hinauszukaufen. Der Anwalt des Vereins fragte die Kläger auch warum sie denn nicht nur die Pizzeria vermietet haben, wenn der Zweck angeblich diese ominöse Filmproduktion gewesen sein soll? Alaev: Das weiß ich nicht.
Nachdem Herr Alaev mit seiner Aussage fertig war, kam sein Partner in die Mitte, Avner Motaev. Bei diesem ging es schon wesentlich flotter. Er bejahte kurz und bündig alle Aussagen von Herrn Alaev und fügte noch hinzu man haben den Punks ein Obdach bieten wollen, so 5 Personen. Nachdem im März der telefonische Kontakt zum Vorstand des Vereins abgebrochen war, sah er keinen anderen Weg der Kontaktaufnahme und so wartete er bis zum ausgehandelten Vertragsende am 30.6.2012. Zu Frage wie oft denn die Hausreinigung im Haus ihre Arbeit verrichtet, kann Motaev nichts sagen, da er es nicht weiß. “Einmal in der Woche? Ist ja meist so üblich.”, fragte der Anwalt des Vereins. “Nein, das ist nicht üblich”, antwortete der Eigentümer.

Als nächstes kam der Vorstand des Vereins an die Reihe. Nun kam das was die beiden Kläger am wenigsten hören wollten. Dennis M. war allgegenwärtig. Er soll die Erstbesichtigung geführt, die Verhandlungen zur Castella GmbH erledigt und auch die “Miete” kassiert haben. M. war auch beim der ersten Kontaktaufnahme in der Panakhyttn anwesend und nicht wie von Alaev ausgesagt; “Ich habe im Auto gewartet und Herr Motaev hat den Kontakt aufgenommen.” Bis zum August verlief alles recht ruhig, bis dann am 2ten der Räumungsversuch geschah. In der ganzen Zeit in der man das Haus belebte, wurden die Gänge gewischt, geheizt und die verschiedensten Sabotagen (Buttersäure, Stromkabel durchgeschnitten, Wasser laufen lassen,…) beseitigt. “Die Reinigungsfirma proVentus kam nur am Anfang und dann haben sie ihre Sachen im Keller gepackt und waren weg.” so der Vorstand des Vereins. Auch er wurde gefragt wie es nun mit den Zahlungen an die Castella GmbH ausgesehen hat. “Strom haben wir bezahlt, Wasser mit den anderen Parteien im Haus geteilt und die Miete an Herrn Möller oder King Pharao übergeben. Bei dem Namen King Pharao lachen die Kläger, doch wissen sehr wohl dass damit der Mieter des Büros im ersten Stock gemeint ist.

Drei Zeugen wurden danach aufgerufen welche die Aussagen des Vereinsvorstands unabhängig von einander bestätigten und wie üblich von beiden Parteien befragt wurden. Dabei schien die klagende Partei nicht besonders vorbereitet zu sein, da sie immer wieder Fragen stellte welche bereits beantwortet waren. Auch die Frage nach dem Nutzen für die Immobilienbesitzer, da es keinen finanziellen gab wurde beantwortet: “Sie wollten die Altmieterinnen hinaus ekeln, ging halt nach hinten los”. Mittlerweile hat sich eine enge Freundschaft zwischen den Mieterinnen mit unbefristeten Verträgen und den Zwischennutzerinnen gebildet.

Auch nach allen Aussagen war den Klägern ein Dennis M. nicht bekannt. Aber immerhin kam heraus wie er ausgesehen hat: Ein großer, fester Mainstream-Österreicher mit blondem bis dunkelbraunem Haar. Auch das half dem Gedächnis der Eigentümer nicht auf die Sprünge.

Da ein Zeuge heute aufgrund eines grippalen Infekts leider nicht aussagen konnte, wurde die Verhandlung ein weiteres Mal vertagt, auf den 24. Jänner 2013.

Bis dahin heißt es: Pizza bleibt!

Tschetschenen in Östereich sind pöööse

Wem es noch immer nicht klar gewesen sein sollte, die FPÖ mag keine Ausländer.
Die sind alle nur pöööse und kriminell.
Sie besuchen wenn möglich ihr Verwandten, welche nicht mitkommen konnten, in der Heimat (mach ich übrigens auch) und kosten den “fleißigen Österreicherinnen” all ihr Geld.

Ach ja und es gibt tasächlich Ausländerinnen in Wien (echt org), gar ned wenige.

Na und? Es gibt auch massenweise Österreicherinnen in Österreich, schrecklich.
Am besten machen wir gleich die Grenzen dicht und weisen alle Menschen die keine österr. Staatsbürgerschaft haben aus.
Brauch ma alle ned, kosten nur Geld und wollen sicher nix arbeiten.

Herst, ihr kleinkarrierten F´ler und Innen, gab es das nicht schon einmal in Österreich, genügt das nicht?

Quelle: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20121023_OTS0214/fp-gudenus-scheinasylanten-in-heimat-zurueckschicken

Stillschweigen bei ÖSTERREICH

An die Online-Redaktion der Tageszeitung ÖSTERREICH

Ein halbes Jahr ist es nun her, da wurde das Audimax der Uni Wien wiedereinmal durch Studierende besetzt. Ich war mit der Kamera vor Ort und hab mir den ganzen Trubel gegeben. Im Zuge dessen habe ich auch einige Fotos und Videos gemacht, wie immer. Allerdings gab es einen kleinen Unterschied: Da wurde mir doch tatsächlich ein Bild geklaut. Nicht von einer Privatperson, nein, sondern von der Tageszeitung ÖSTERREICH.

Link zum Artikel auf oe24.at (Das geklaute Bild ist auf Seite 2)
Natürlich habe ich bereits des öfteren versucht zu erfahren wie man mich nun “entlohnen” möchte, da  man mich ja nicht mal um Erlaubnis gefragt hat. Leider kam da nie eine Antwort, außer der Gegenfrage wie auch darauf käme es sei mein Bild :D

Vielleicht weil ich es gemacht habe?

Wie auch immer die es nun sehen wollen, mittlerweile fehlt mir die Geduld noch länger zu warten und somit werde ich wieder einmal Schriftverkehr mit der Tageszeitung führen müssen. Es gibt übrigens eine neue Forderung von mir, da sich die Gültigkeitsdauer (6 Monate) und somit auch der Preis dafür erhöht haben ;)

Unverbindliche Verbandsempfehlung gemäß §§ 31 ff Kartellgesetz
Wien, 19.Oct.2012

Bezeichnung
Preis in Euro exkl Ust

Bildnutzung im Internet/Redaktionelle Nutzung/1 Jahr
70,00
Unterlassene Herstellerbezeichnung: plus 100%
70,00
nicht gemeldete, weitere Verwendung nach Ablauf der eingeräumten Nutzungsdauer: sowie nicht genehmigte Nutzung: 300%
210,00

 
EURO 350,00


Mit immer noch halbwegs freundlichen Grüßen
Daniel Hrncir